Dynavector

Dr. Noburo Tominari, der 2002 verstorbene Gründer von Dynavector, war ein echter HiFi-Pionier. Zu seinen Innovationen gehört die Verwendung ultradünner Drähte in High-Output-MCs, die Idee, die schwachen Signale von Moving-Coil(MC)-Tonabnehmern mittels einer Stromverstärkung aufzupäppeln, sowie der bisher einzige in Serie gebaute biaxiale Tonarm. Der DV-507 Mk II gehört nicht nur meiner Meinung nach seit Jahren zu den besten Tonarmen, die man für Geld und gute Worte kaufen kann. In Zusammenarbeit mit dem japanischen Diamantspezialisten Namiki entstand auch die Idee, einen ultrakurzen Nadelträger aus Diamant zu verwenden. In der Urversion des Karats, dem DV-100D, war er zwar noch 25 Millimeter lang, aber im Laufe der Zeit verkürzte sich die Länge auf 17 Millimeter und das Karat hörte fortan auf die Bezeichnung DV-17D.

IMMER WIEDER VERBESSERT

Das ist keineswegs die einzige Veränderung, die das Karat erfahren hat. Immer wieder flossen im Laufe der Jahre größere und kleinere Modifikationen in die Serie ein, die alle aufzuzählen hier den Rahmen sprengen würde. Geblieben sind die für Dynavector typischen Spezialitäten wie „Softened Magnetism“ und „Flux Damping“. Unter Ersterem versteht man anscheinend die bewusste Verwendung von Samarium-Kobalt-Magneten, die im Vergleich zu den heute weit verbreiteten Neodym-Magneten deutlich schwächer sind. „Flux Damping“ hingegen wird mithilfe einer um den vorderen Polschuh gewickelten Kupferspule erreicht: Sie soll die Gegen-EMK („elektromotorische Kraft“) reduzieren, die durch das Magnetfeld der bewegten Spule entsteht. Die schwachen Magneten machen allerdings mehr Windungen auf den Spulen erforderlich, will man auf eine praktikable Ausgangsspannung (0,3 V) kommen. Das erklärt auch die relativ große Systemimpedanz von 32 Ohm. Treu geblieben ist man ebenfalls dem Micro-Ridge-Schliff, der am Ende des diamantenen Nadelträgers eingesetzt wird.